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Kunstnacht 10, Konstanz, Kreuzlingen, 11. September 2010

"Ignaz Heinrich von Wessenberg.
1774 – 1860.
Kirchenfürst und Kunstfreund"

20.06. – 12.09.2010

Städt. Wessenberg-Galerie
D-78462 Konstanz
Wessenbergstr. 43
Tel.: +49 (0) 75 31-900 921
Fax: +49 (0) 75 31-900 608
StarkB@stadt.konstanz.de
www.stadt.konstanz.de

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Der nachgelassene Bilderschatz von Ignaz Heinrich von Wessenberg stellt nicht nur für den Kunstfreund eine Besonderheit dar. Er ist auch eine der wenigen erhaltenen süddeutschen Privatsammlungen aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts, der zu einer Entdeckungsreise in die Goethezeit einläd. Denn was könnte anschaulicher Einblick in das Denken und Fühlen jener Epoche zu Beginn der Moderne geben, als die von dem aufgeklärten Humanisten Wessenberg zusammengetragenen Gemälde, Zeichnungen und Kupferstiche!

Mehr als sechzig Jahre lebte Ignaz Heinrich von Wessenberg
(1774 – 1860) in Konstanz und ist durch seine Tätigkeit als reformorientierter Generalvikar und letzter Verweser des Bistums Konstanz, der damals gröβten Diözese nördlich der Alpen, bis heute unvergessen. Im gerade entstandenen Großherzogtum Baden brachte man dem Kirchenfürst, der schon damals für ökumenische Offenheit warb, große Sympathie entgegen.

In Rom dagegen schätzte man die Neuerungsbestrebungen des engagierten Theologen weniger; 1821 entband man ihn von allen kirchlichen Amtsgeschäften und zerschlug sein Bistum. Wessenberg widmete sich fortan seinen privaten Interessen und begann mit dem Aufbau einer ansehnlichen Gemälde- und Kupferstichsammlung. Nach seinem Tod fiel die Grafikkollektion an die Stadt Konstanz, die Bilder wurden vom badischen Großherzog erworben und verblieben zu Volksbildungszwecken in der Bodenseestadt. Damit wurden Wessenbergs Sammlungen zu Konstanz′ erstem Museum.

Wessenbergs 150. Todestag sowie der im vergangenen Jahr vom Haus Baden durch das Land Baden-Württemberg erfolgte Ankauf seiner Gemälde, die damit dauerhaft für Konstanz gesichert werden konnten, sind willkommener Anlass, diese Sammlung, ihre Struktur und Geschichte, erstmals überhaupt zum Gegenstand einer Ausstellung zu machen.

Als Kirchenmann bevorzugte Wessenberg Bilder religiösen Inhalts und schätzte die Malerei der italienischen Renaissance. Aber auch niederländische und deutsche Landschaftsdarstellungen des 17. und 18. Jahrhunderts sind zahlreich vertreten. Als Mäzen zeitgenössischer Künstler förderte der Freiherr die den Nazarenern nahestehende Marie Ellenrieder und erwarb unter anderem Werke von Johann Jakob Biedermann, Robert Eberle und Joseph Mosbrugger.

Zur Ausstellung erscheint ein Bestandskatalog mit neusten Forschungen zu Wessenbergs Leben, Werk und Sammlungstätigkeit zum Preis von 18.- €.

 

Öffnungszeiten:
Di – Fr 10.00 – 18.00 Uhr
Sa und So 10.00 – 17.00 Uhr
Mo geschlossen

 

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