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In seinem aktuellen Bilderzyklus konfrontiert sich Walter Padao malerisch mit
einem filmischen Spezialeffekt, dem bullet-time.
Beim bullet-time entsteht der Eindruck einer Kamerafahrt um ein "in der Zeit
eingefrorenes" Objekt herum. Eine Szene erscheint in der Zeit angehalten,
verlangsamt oder sogar rückläufig.
Padao nimmt Einzelbilder einer solchen Sequenz als Matrix für seine Gemälde,
nähert sich also dem immer gleichen Moment aus verschiedenen Blickwinkeln.
Die alte Frage nach dem bildwürdigen Sujet stellt sich neu, wenn es aus einer von
unendlich vielen Perspektiven betrachtet wird. Durch den Malprozess selbst
erfindet sich das Bild erst neu. Keine malerische Geste gleicht der anderen, bei jedem
einzelnen Bild wirkt gerade die Suggestion einer Bewegung durch Padaos Malweise
wie ein Ausbrechen und ein Wiederbeleben der Ausgangsfotos. Die Dynamik Padaos‘
Bilderfolge kontrastiert dabei mit dem technisch-analytischen Ansatz des bullet-time.
Zeit-Raum-Verschiebungen werden auf anderer, geheimnisvoller Ebene erfahrbar.
Padao steht konzeptionell in der Tradition des Kubismus und Futurismus, wo Bewegung
und Zeit ins Bild einfließen, doch leben seine Bilder, trotz der Auseinandersetzung mit
modernsten visuellen Techniken, vom Impuls und dem expressiven Moment.
"Dinge stehen, wenn man es unterläßt, sie immer wieder auf‘s Neue zu verketten, seltsam nebeneinander, kommen ins Gleiten; Und erzeugen einen phantastischen Sog ins Zeitlose"
Walter Padao
Im Zentrum der Bilder Walter Padaos steht die Auseinandersetzung mit den komplexen Bezügen von Körperlichkeit und Bewegung im Raum. Das Zusammenwirken der changierenden Plastizität bewegter Körper mit atmenden
Bühnenräumen eröffnet ein vexierbildhaftes Spiel: Kontraktion und Ausdehnung, Nähe und Ferne, Beschleunigung und Verlangsamung. Fließende Übergänge und abrupte Wechsel von blitzartiger Bewegung und
konzentriertem Innehalten. Die meist ungewohnt, manchmal grotesk wirkenden Haltungen und dynamischen Bewegungen der Figuren erzeugen Kraftlinien und Spannungsfelder, Spuren verfliegender Choreographien, die sich zu rätselhaften Arrangements
zusammenschließen.
Vita
| 2009 |
Geburt des Sohns Gregor, Benvenuto |
| 2008 |
Lehrauftrag an der Kunsthochschule Kassel
Mitbegründer der Proteus Project GmbH & Co KG |
| 2007 |
Eröffnung des Provisionären Salons in Düsseldorf (mit Philipp Sternfels) |
| seit 2006 |
Künstlerische Zusammenarbeit mit dem Choreographen & Tänzer Mario Alfonso |
| 2006 |
Initiation des Spotter-Projekts mit der Künstlerin Iris Zogel |
| 2003 |
Atelier WS (Hüttenstrasse) |
| 1999 |
Gründung des Künstlervereins PLUS e.V. |
| 1998 |
Gründung der Planungs-Agentur Schmidt, Schmidt & Schmidt |
| 1997 |
Geburt des Sohns Leon, Ju-song |
| 1996 |
Düsseldorf |
| seit 1995 |
Schichtportraits |
| 1995 |
Manifest Schichtportrait-Projekt mit Ph. Gürtler |
| 1994 1995 |
Atelier in Berlin/Arena |
| 1994 |
Meisterschüler-Diplom |
| 1993 1994 |
Meisterschüler-Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Prof. Johannes Grützke |
| 1992 1993 |
Fortführung des Studiums an der Kunsthochschule Kassel bei Prof. Martin Kippenberger |
| 1991 1992 |
Einjähriges Auslandsstipendium an der accademia delle belle arti in Bologna (Italien) bei Prof. Pozzati |
| 1988 |
Kunststudium an der Kunsthochschule Kassel bei Prof. Manfred Bluth |
| 1987 1988 |
Studium Kunstpädagogik an der Goethe-Universität Frankfurt/Main |
| *1965 |
Darmstadt |
Ausstellungen
| 2010 |
bullet time, Neuwerk Kunsthalle, Konstanz
Bewegungsbilder, Galerie the art cube, Düsseldorf |
| 2009 |
Eine-Nacht-Ausstellung, Botschaft, Düsseldorf
Padao in Gloria, Gloriahalle, Düsseldorf
Schichtportraits & Hybride, tanzhaus NRW, Düsseldorf |
| 2007 |
cursorpainting, interaktives Kunstprojekt auf der art cologne & bei Hastings, Düsseldorf |
| 2006 |
movimento, St. Mauritius Therapieklinik, Meerbusch |
| 2005 |
Nachttanz, Ballhaus, Düsseldorf
Tugenden, Hl. Geist Kirche, Meerbusch
Nachtsprünge, Tanzhaus NRW, Düsseldorf |
| 2004 |
Tag der Architektu, Lamellenhaus, Willich |
| 2002 |
[Das Heilige], Bochum (Gruppenausstellung) |
| 2001 |
bara`, St. Apollinariskirche, Düsseldorf |
| 2000 |
Malerische Malerei, Spectrum-Galerie, Tettnang (Gruppenausstellung)
compilation, Galerie PLUS e.V., Düsseldorf (Gruppenausstellung) |
| 1999 |
Neue Bilder, Kunsthaus Mettmann
Eröffnung, Galerie PLUS e.V., Düsseldorf |
| 1998 |
Walter Schmidt, MIS-Galerie, Darmstadt |
| 1997 |
Neun-Tage Galerie, Düsseldorf |
| 1995 |
Positionen junger Kunst in Berlin Arena-Halle |
| 1994 |
Kunsthaus Langenberg (Gruppenausstellung) |
| 1993 |
Kunstverein Griesheim |
www.padao.de
[Druckversion]
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